1.1 Definition und Idee

In V.1 haben wir das Volumen unter einer Hügellandschaft gemessen, also den Inhalt zwischen einem ebenen Gebiet BR2B \subset \mathbb{R}^2 und einem Funktionsgraph darüber. Aber was, wenn wir nicht das Volumen unter einer Funktion brauchen, sondern eine Eigenschaft eines räumlichen Körpers selbst? Masse einer Granitsäule, Schwerpunkt eines Werkstücks, Trägheit eines drehenden Schwungrads. Genau dafür ist das Volumenintegral da.

Notation einführen. Wir starten mit einer Funktion f:ARf: A \to \mathbb{R} in drei Variablen, mit Definitionsbereich AR3A \subset \mathbb{R}^3. Das Integrationsgebiet BB ist eine Teilmenge dieses Definitionsbereichs, also BAR3B \subset A \subset \mathbb{R}^3. Den Wert des Integrals nennen wir VV, das Volumenelement von BB heisst dV\mathrm{d}V.

!!!
Volumenintegral
V=Bf(x,y,z)dVV = \iiint_B f(x, y, z)\,\mathrm{d}V
VV Wert des Integrals, dV\mathrm{d}V Volumenelement von BB. Mitschrift.

Wie kommen wir an diese Zahl heran? Genau wie in V.1, nur eine Dimension höher. Zerlege BB in immer kleinere Würfelchen ΔV\Delta V, werte ff an einem Punkt im Würfelchen aus, addiere die Beiträge f(x,y,z)ΔVf(x, y, z) \cdot \Delta V auf. Im Limes liefert die Summe den Wert des Integrals. Genau diese Summe meint die Schreibweise BfdV\iiint_B f\,\mathrm{d}V.

Definition Volumenintegral
V=Bf(x,y,z)dVV = \iiint_B f(x, y, z)\,\mathrm{d}V misst eine Grösse, die mit Dichte ff über das Volumengebiet BR3B \subset \mathbb{R}^3 verteilt ist.
Notation BB in V.3 liegt im R3\mathbb{R}^3
BB ist hier ein Volumengebiet, also BR3B \subset \mathbb{R}^3. In V.1 war BB ein ebenes Gebiet R2\subset \mathbb{R}^2. In nn Variablen ist das Integrationsgebiet nn-dimensional.
Notation dV\mathrm{d}V, d3r\mathrm{d}^3 r, dτ\mathrm{d}\tau
Wir schreiben dV\mathrm{d}V wie die Mitschrift. Manche Texte schreiben d3r\mathrm{d}^3 r oder dτ\mathrm{d}\tau. Gemeint ist immer dasselbe Volumenelement.
Formel Spickzettel V.3
V=Bf(x,y,z)dVV = \iiint_B f(x, y, z)\,\mathrm{d}V
Volumenintegral in drei Variablen. In §2 wird dV=dxdydz\mathrm{d}V = \mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z konkret.

2.1 Kartesische Koordinaten

Genauso wie in V.1, nur mit einer dritten Variable. Drei Iterationen statt zwei, Reihenfolge tauschbar mit angepassten Grenzen. In kartesischen Koordinaten ist das Volumenelement das Produkt der drei Differentiale, was direkt aus dem Riemann-Würfelchen mit Seiten dx,dy,dz\mathrm{d}x, \mathrm{d}y, \mathrm{d}z folgt:

Volumenelement kartesisch
dV=dxdydz\mathrm{d}V = \mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z
Würfelchen mit Seiten dx,dy,dz\mathrm{d}x, \mathrm{d}y, \mathrm{d}z. Reihenfolge ist eine der sechs Permutationen, alle gleichwertig. Mitschrift.

Damit ist das Volumenintegral ein dreifach iteriertes Integral. Die Reihenfolge dxdydz\mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z kann beliebig vertauscht werden, wenn die Grenzen entsprechend angepasst werden. Das ist die direkte Verallgemeinerung der Variante-1-vs-Variante-2-Diskussion aus V.1 §4, jetzt mit drei Optionen statt zwei (insgesamt sechs Permutationen). Differentiale tauschen ohne Grenzen mit-zu-tauschen ist falsch: aus 0101z01yz\int_0^1\int_0^{1-z}\int_0^{1-y-z} wird nicht 01yz01z01\int_0^{1-y-z}\int_0^{1-z}\int_0^1, sondern eine andere Grenzkette, die wieder aus der Geometrie folgt.

z 0.8
A(z) 1.44
Σ A·Δz 2.656
V exakt 2.667
0.80
8
Abb. 1: Volumen als Stapel von Querschnitten. Das innerste Doppelintegral liefert die Scheibenfläche, das äussere stapelt sie auf.
Reihenfolge Innerstes Integral Notiz
dxdydz\mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z nach xx xx-Grenzen können von y,zy, z abhängen
dzdydx\mathrm{d}z\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}x nach zz zz-Grenzen können von x,yx, y abhängen
Mischreihenfolge je nach Geometrie sechs Permutationen total
Reihenfolge-Optionen in drei Variablen.

Wofür rechnet man Volumenintegrale konkret? Überall, wo eine Grösse mit einer Volumendichte verteilt ist. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Anwendungen, jeweils als Volumenintegral B(Dichte)dV\iiint_B (\text{Dichte})\,\mathrm{d}V mit unterschiedlichen Dichten als Integrand.

Anwendung Formel Hinweis
Gesamtmasse m=BρdVm = \iiint_B \rho\,\mathrm{d}V ρ\rho Massendichte
Gesamtladung Q=BσvdVQ = \iiint_B \sigma_v\,\mathrm{d}V σv\sigma_v Volumen-Ladungsdichte
Schwerpunkt xSx_S xS=1mBρxdVx_S = \tfrac{1}{m}\iiint_B \rho\,x\,\mathrm{d}V analog ySy_S, zSz_S
Trägheit um zz Θz=Bρ(x2+y2)dV\Theta_z = \iiint_B \rho\,(x^2+y^2)\,\mathrm{d}V Quadrat des Abstands zur zz-Achse
Trägheit um xx Θx=Bρ(y2+z2)dV\Theta_x = \iiint_B \rho\,(y^2+z^2)\,\mathrm{d}V Pendant für die xx-Achse
Anwendungen des Volumenintegrals.

Wann ist das einfach? Drei Sonderfälle machen das Leben kurz. Erstens: wenn BB ein Quader [a1,a2]×[b1,b2]×[c1,c2][a_1, a_2] \times [b_1, b_2] \times [c_1, c_2] ist, sind alle Grenzen konstant und die Reihenfolge ist egal. Zweitens: wenn die Dichte ρ\rho konstant ist (homogener Körper), kommt ρ\rho aus dem Integral raus und es bleibt nur ein geometrisches Integral. Drittens: wenn der Integrand in den Variablen separiert (f=g(x)h(y)k(z)f = g(x)\,h(y)\,k(z)), zerfällt das Integral in das Produkt von drei Standard-Integralen in einer Variable.

Notation ρ\rho Achtung Dreifachbelegung
ρ\rho in V.3 ist die Massendichte (Masse pro Volumen). In V.1 §5 war ρ\rho Flächendichte (Masse pro Fläche, in zwei Variablen), in V.2 war ρ\rho Polar-Radius. Drei Bedeutungen, der Kontext entscheidet.
Notation σv\sigma_v vs σ\sigma
σv\sigma_v in V.3 ist die Volumen-Ladungsdichte (Ladung pro Volumen). In V.1 §5 war σ\sigma Flächenladungsdichte (Ladung pro Fläche). Index vv markiert die Volumen-Variante.
Notation Θz\Theta_z vs J0J_0
Θz\Theta_z ist das Massenträgheitsmoment um die zz-Achse (mit Massendichte). Nicht zu verwechseln mit J0J_0 aus V.1 §5, dem polaren Flächenträgheitsmoment (in zwei Variablen, ohne Dichte). Andere Texte schreiben IzI_z.
Formel Spickzettel kartesisch
dV=dxdydz\mathrm{d}V = \mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z
Reihenfolge tauschbar mit angepassten Grenzen. Sechs Permutationen total.
Merke Reihenfolge tauschen
Merke: Differentiale tauschen, Grenzen mit-tauschen. Stur die Grenzen lassen ist falsch.

3.1 Massenträgheitsmoment des Würfels

Klassiker aus der Mechanik. Würfel mit homogener Massendichte, drehe ihn um eine Mittelachse parallel zu einer Würfelkante. Wieviel Trägheit hat er? Genau dieses Beispiel rechnet die Mitschrift vor, und es ist einer der Klausur-Klassiker.

Setup. Würfel mit Kantenlänge 2a2a (also Halbkantenlänge aa, das ist die Standard-Wahl, weil die Achsen dann durch die Würfelmitte laufen), homogene Massendichte ρ\rho, Drehachse durch die Würfelmitte parallel zur zz-Achse. Lege den Ursprung in die Würfelmitte, dann liegt der Würfel als B=[a,a]3B = [-a, a]^3. Die Distanz eines Punktes (x,y,z)(x, y, z) zur zz-Achse ist x2+y2\sqrt{x^2 + y^2}, ihr Quadrat ist x2+y2x^2 + y^2. Damit:

Massenträgheit, Definition
Θz=Bρ(x2+y2)dV\Theta_z = \iiint_B \rho\,(x^2 + y^2)\,\mathrm{d}V
Trägheit um die zz-Achse, Integrand ist Massendichte mal Abstandsquadrat zur Drehachse.
a 1
∬(x²+y²)dF ≈ 2.64
exakt 2.667
Θz = 2a·∬ 5.333
1.00
10
Abb. 2: Trägheits-Integrand des Würfels. Die Heatmap zeigt das Abstandsquadrat zur Drehachse.

Lösungsweg Würfel-Trägheit

  1. Schritt 1: Symmetrie ausnutzen, ρ\rho rausziehen
    Der Würfel ist 8-fach symmetrisch zur Mitte. Das Achtel mit x,y,z[0,a]x, y, z \in [0, a] enthält 1/81/8 der Trägheit, mal 8 ergibt das Ganze. Homogene Dichte heisst ρ\rho konstant, raus aus dem Integral.
    Θz=Bρ(x2+y2)dV=8ρ0a0a0a(x2+y2)dxdydz\begin{aligned} \Theta_z &= \iiint_B \rho\,(x^2 + y^2)\,\mathrm{d}V \\ &= 8\rho \int_0^a \int_0^a \int_0^a (x^2 + y^2)\,\mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z \end{aligned}
  2. Schritt 2: Innerstes Integral nach xx
    Stammfunktion von x2+y2x^2 + y^2 in xx ist x33+xy2\tfrac{x^3}{3} + xy^2 (y2y^2 ist Konstante in der xx-Integration). Einsetzen der Grenzen 00 und aa:
    0a(x2+y2)dx=[x33+xy2]0a=a33+ay2\begin{aligned} \int_0^a (x^2 + y^2)\,\mathrm{d}x &= \left[\tfrac{x^3}{3} + xy^2\right]_0^a \\ &= \tfrac{a^3}{3} + a y^2 \end{aligned}
  3. Schritt 3: Mittleres Integral nach yy
    Setze das Zwischenergebnis ein und integriere nach yy. Stammfunktion von a33+ay2\tfrac{a^3}{3} + a y^2 in yy ist a3y3+ay33\tfrac{a^3 y}{3} + \tfrac{a y^3}{3}:
    0a(a33+ay2)dy=[a3y3+ay33]0a=a43+a43=2a43\begin{aligned} \int_0^a \left(\tfrac{a^3}{3} + a y^2\right)\mathrm{d}y &= \left[\tfrac{a^3 y}{3} + \tfrac{a y^3}{3}\right]_0^a \\ &= \tfrac{a^4}{3} + \tfrac{a^4}{3} = \tfrac{2 a^4}{3} \end{aligned}
  4. Schritt 4: Äusseres Integral nach zz
    Der Integrand 2a43\tfrac{2 a^4}{3} hängt nicht mehr von zz ab, die zz-Integration multipliziert nur mit der Kantenlänge aa:
    8ρ0a2a43dz=8ρ2a53=163ρa58\rho \int_0^a \tfrac{2 a^4}{3}\,\mathrm{d}z = 8\rho \cdot \tfrac{2 a^5}{3} = \tfrac{16}{3}\,\rho\,a^5
  5. Schritt 5: Endwert in Massenform
    Die Würfelmasse ist Volumen mal Dichte: m=(2a)3ρ=8a3ρm = (2a)^3 \rho = 8 a^3 \rho, also ρ=m/(8a3)\rho = m / (8 a^3). Einsetzen:
    Θz=163ρa5=23ma2\Theta_z = \tfrac{16}{3}\,\rho\,a^5 = \tfrac{2}{3}\,m\,a^2
!!!
Würfel-Trägheit, Endresultat
Θz=163ρa5=23ma2\Theta_z = \tfrac{16}{3}\,\rho\,a^5 = \tfrac{2}{3}\,m\,a^2
Würfel mit Kantenlänge 2a2a, homogen, Achse durch die Mitte parallel zu einer Kante. Masse m=8a3ρm = 8 a^3 \rho. Mitschrift.
Notation aa ist Würfel-Halbkante
Im Würfel-Beispiel ist aa die Halbkantenlänge (volle Kante 2a2a). Buchstabe aa wird in jeder Aufgabe neu vergeben: in V.1 war aa Ellipsen-Halbachse, in V.2 Loch-Kugelradius, hier Würfel-Halbkante.
Formel Würfel-Trägheit
Θz=23ma2\Theta_z = \tfrac{2}{3}\,m\,a^2
Würfel Kantenlänge 2a2a, homogen, Achse durch Mitte parallel zur Kante. Mitschrift.
Merke Symmetrie zuerst
Merke: Vor jeder Trägheits-Rechnung Symmetrie suchen. Würfel: Faktor 8 (Achtelwürfel mit x,y,z0x, y, z \geq 0). Spart die meiste Schreibarbeit.

4.1 Massenträgheitsmoment des Einheitstetraeders

Tetraeder mit Ecken am Ursprung und auf den drei Achsen. Dieselbe Frage wie beim Würfel, nur mit nicht-konstanten Integrationsgrenzen, weil die Schräge der Begrenzungs-Ebene das erzwingt. Mitschrift rechnet das vor; wir füllen die Stelle aus, an der die Mitschrift mit „== \dots" einen Schritt überspringt.

Setup. TT bezeichnet hier den Einheitstetraeder mit Ecken (0,0,0)(0, 0, 0), (1,0,0)(1, 0, 0), (0,1,0)(0, 1, 0), (0,0,1)(0, 0, 1). Homogene Massendichte ρ\rho, gesucht ist die Trägheit um die xx-Achse. Die Distanz eines Punktes zur xx-Achse ist y2+z2\sqrt{y^2 + z^2}, ihr Quadrat y2+z2y^2 + z^2. Die Begrenzungs-Ebene gegenüber dem Ursprung erfüllt x+y+z=1x + y + z = 1. Daraus folgt für die Grenzen: bei festem z[0,1]z \in [0, 1] liegt die Schnitt-Fläche im Dreieck y+z1y + z \leq 1, also y[0,1z]y \in [0, 1-z]. Bei festem y,zy, z läuft xx vom Ursprung bis zur Ebene, also x[0,1yz]x \in [0, 1-y-z]. Die Reihenfolge dxdydz\mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z ergibt sich genau aus dieser Einschachtelung.

Tetraeder-Trägheit, Definition
Θx=ρT(y2+z2)dV\Theta_x = \rho \iiint_T (y^2 + z^2)\,\mathrm{d}V
Trägheit um die xx-Achse, Integrand ist Massendichte mal Abstandsquadrat zur xx-Achse.
z 0.3
y 0.32 (in [0, 0.7])
x in [0, 0.38]
Dreieck-Fläche 0.245
0.30
0.45
Abb. 3: Querschnitt des Einheitstetraeders. Die Begrenzungs-Ebene diktiert die Integrationsgrenzen.

Lösungsweg Tetraeder-Trägheit

  1. Schritt 1: Iteriertes Integral mit Geometrie-Grenzen
    Aus dem Setup direkt ablesen. zz läuft frei von 00 bis 11 (äusserste Variable), yy läuft bei festem zz von 00 bis 1z1-z (Dreieckskante), xx läuft bei festem y,zy, z von 00 bis 1yz1-y-z (Schnitt mit der Begrenzungs-Ebene).
    Θx=ρT(y2+z2)dV=ρ0101z01yz(y2+z2)dxdydz\begin{aligned} \Theta_x &= \rho \iiint_T (y^2 + z^2)\,\mathrm{d}V \\ &= \rho \int_0^1 \int_0^{1-z} \int_0^{1-y-z} (y^2 + z^2)\,\mathrm{d}x\,\mathrm{d}y\,\mathrm{d}z \end{aligned}
  2. Schritt 2: Innerstes Integral nach xx
    Der Integrand y2+z2y^2 + z^2 hängt nicht von xx ab, also ist das innere Integral einfach Länge des xx-Intervalls mal (y2+z2)(y^2 + z^2):
    01yz(y2+z2)dx=(1yz)(y2+z2)\int_0^{1-y-z} (y^2 + z^2)\,\mathrm{d}x = (1 - y - z)\,(y^2 + z^2)
  3. Schritt 3: Mittleres Integral nach yy
    Mit c:=1zc := 1 - z als Konstante in der yy-Integration. Multipliziere (cy)(y2+z2)=cy2+cz2y3yz2(c - y)(y^2 + z^2) = c y^2 + c z^2 - y^3 - y z^2 aus, integriere Term für Term, und setze die Grenzen 00 und cc ein. Nach Zusammenfassen (c4/3c4/4=c4/12c^4/3 - c^4/4 = c^4/12 und c2z2c2z2/2=c2z2/2c^2 z^2 - c^2 z^2/2 = c^2 z^2/2):
    I(z):=01z(1yz)(y2+z2)dy=(1z)412+z2(1z)22\begin{aligned} I(z) &:= \int_0^{1-z} (1 - y - z)\,(y^2 + z^2)\,\mathrm{d}y \\ &= \tfrac{(1-z)^4}{12} + \tfrac{z^2 (1-z)^2}{2} \end{aligned}
  4. Schritt 4: Äusseres Integral nach zz via Substitution u=1zu = 1 - z
    du=dz\mathrm{d}u = -\mathrm{d}z und Grenzen z=0u=1z = 0 \Rightarrow u = 1, z=1u=0z = 1 \Rightarrow u = 0. In der Substitution wird (1z)4u4(1-z)^4 \mapsto u^4 und z2(1z)2(1u)2u2z^2 (1-z)^2 \mapsto (1-u)^2 u^2. Damit zerfällt 01I(z)dz\int_0^1 I(z)\,\mathrm{d}z in zwei Standard-Integrale:
    01I(z)dz=01u412du+01u2(1u)22du=160+160=130\begin{aligned} \int_0^1 I(z)\,\mathrm{d}z &= \int_0^1 \tfrac{u^4}{12}\,\mathrm{d}u + \int_0^1 \tfrac{u^2 (1-u)^2}{2}\,\mathrm{d}u \\ &= \tfrac{1}{60} + \tfrac{1}{60} = \tfrac{1}{30} \end{aligned}
  5. Schritt 5: Endwert in Massenform
    Tetraeder-Volumen ist VT=16V_T = \tfrac{1}{6} (Standard-Geometrie). Mit homogener Dichte ist die Masse m=ρVT=ρ/6m = \rho\,V_T = \rho / 6, also ρ=6m\rho = 6 m und ρ/30=6m/30=m/5\rho/30 = 6m/30 = m/5:
    Θx=ρ130=ρ30=m5\Theta_x = \rho \cdot \tfrac{1}{30} = \tfrac{\rho}{30} = \tfrac{m}{5}
!!!
Tetraeder-Trägheit, Endresultat
Θx=ρ30=m5\Theta_x = \tfrac{\rho}{30} = \tfrac{m}{5}
Einheitstetraeder, homogen, Achse == xx-Achse. Masse m=ρVT=ρ/6m = \rho\,V_T = \rho/6. Mitschrift.
Notation TT ist der Einheitstetraeder
TT hat Ecken (0,0,0)(0,0,0), (1,0,0)(1,0,0), (0,1,0)(0,1,0), (0,0,1)(0,0,1). Begrenzungs-Ebene gegenüber dem Ursprung: x+y+z=1x + y + z = 1. Volumen VT=1/6V_T = 1/6 (Standard).
Formel Tetraeder-Trägheit
Θx=m5\Theta_x = \tfrac{m}{5}
Einheitstetraeder mit homogener Dichte, Achse == xx-Achse. Masse m=ρ/6m = \rho/6. Mitschrift.
Merke Grenzen aus der Ebene
Merke: Tetraeder \Rightarrow Grenzen aus x+y+z=1x + y + z = 1 ableiten. x[0,1yz]x \in [0, 1{-}y{-}z], y[0,1z]y \in [0, 1{-}z], z[0,1]z \in [0, 1]. Konstante 11-Grenzen wären der Einheitswürfel.

5.1 Aufgaben

Aufgaben werden vom Nutzer geliefert.