1.1 Eine Beobachtung

Stell dir vor, du läufst in einem Kraftfeld v\mathbf{v} von Punkt PP nach Punkt QQ. Du kannst den geraden Weg nehmen, einen Umweg über einen Berg, oder eine Schraubenlinie wählen. Im allgemeinen Fall hängt die Arbeit, die das Feld am Teilchen leistet, vom gewählten Weg ab. Die Wegintegrale aus Kap. VI.7 müssen für jede Parametrisierung neu durchgerechnet werden, und die Resultate dürfen ruhig verschieden ausfallen.

Aber in manchen Vektorfeldern spielt die Pfadwahl keine Rolle. Drei beliebige Wege W1,W2,W3W_1, W_2, W_3 von PP nach QQ liefern alle dieselbe Arbeit. Diese Felder heissen konservativ, und sie sind das Hauptthema dieser Page. Wenn du am Ende dieser Page weisst, wie man konservative Felder erkennt und ihr Potential konstruiert, hast du die ganze Vektoranalysis-Werkzeugkiste komplett.

Merke Eine Beobachtung
Manche Vektorfelder liefern auf jedem Weg von PP nach QQ dieselbe Arbeit. Solche Felder heissen konservativ.

1.2 Definition konservativ

Definition. Ein Vektorfeld v\mathbf{v} heisst konservativ, wenn die Arbeit zwischen zwei beliebigen Punkten P,QP, Q unabhängig vom gewählten Weg ist. Formal:

!!
Wegunabhängigkeit
W1vdr=W2vdr\int_{W_1}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} = \int_{W_2}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r}
Für beliebige Wege W1,W2:PQW_1, W_2 : P \to Q und beliebige Punkte P,QD(v)P, Q \in D(\mathbf{v}). Die Pfadwahl ist egal, nur Start- und Endpunkt zählen.

Wichtige Bemerkung. Für verschiedene Punktepaare darf die Arbeit aber durchaus verschieden gross sein. Die Wegunabhängigkeit gilt nur, wenn Start- und Endpunkt fix sind. Verschiebst du den Endpunkt QQ um ein Stück, ändert sich der Wert des Wegintegrals; das ist der ganze Sinn der Sache, der Wert misst Energie zwischen zwei Lagen, nicht die Pfad-Form.

Definition Konservatives Vektorfeld
v\mathbf{v} heisst konservativ auf DD, wenn W1vdr=W2vdr\int_{W_1}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} = \int_{W_2}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} für alle Wege W1,W2:PQW_1, W_2: P \to Q und alle P,QDP, Q \in D.
Merke Wegunabhängigkeit
Pfad egal, nur Start- und Endpunkt zählen. Bei verschiedenen P,QP, Q-Paaren darf der Wert verschieden sein.

1.3 Erste Konsequenz: A=0A = 0 für P=QP = Q

Wähle als Spezialfall P=QP = Q, also Start gleich Endpunkt. Der konstante Weg r(t)=P\mathbf{r}(t) = P erfüllt trivialerweise r˙(t)=0\dot{\mathbf{r}}(t) = \mathbf{0}, sein Wegintegral ist also null. Wegen Wegunabhängigkeit muss dann auch jede andere Verbindung PPP \to P den Wert null liefern.

Folgerung: in einem konservativen Feld ist die Arbeit auf jedem geschlossenen Weg null.

Merke Geschlossener Weg = 0
Konservatives Feld plus geschlossener Weg (P=QP = Q): Arbeit verschwindet. Trivial-Weg r(t)P\mathbf{r}(t) \equiv P liefert null, alle anderen Schleifen wegen Wegunabhängigkeit auch.

2.1 Hauptsatz

Die Definition über alle Punktepaare ist für konkrete Aufgaben unhandlich. Eine prüfbare Charakterisierung erleichtert das Leben. Sie folgt aus 1.3 plus einem kleinen Argument.

!!!
Charakterisierungssatz
v konservativ    Wvdr=0 fu¨r alle geschlossenen Wege W\mathbf{v} \text{ konservativ} \iff \oint_W \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} = 0 \text{ für alle geschlossenen Wege } W
WD(v)W \subset D(\mathbf{v}) geschlossener Weg, also W:PPW: P \to P. Die Charakterisierung ersetzt ‚alle Punktepaare' durch ‚alle Schleifen'.

In Worten: ein Vektorfeld ist genau dann konservativ, wenn die Arbeit auf jedem geschlossenen Weg verschwindet. Eine prüfbare Bedingung, die du im konkreten Fall an einer Schleife testen kannst, statt für alle möglichen Punktepaare quantifizieren zu müssen.

Formel Hauptsatz
v konservativ    Wvdr=0\mathbf{v} \text{ konservativ} \iff \oint_W \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} = 0
Merke Prüfbare Form
Statt ‚für alle Punktepaare gleicher Wert' jetzt ‚für alle Schleifen Wert null'. Konkret testbar an einer Schleife.

2.2 Beweis-Skizze

Die Richtung ‚konservativ ⇒ =0\oint = 0' folgt direkt aus 1.3 (geschlossener Weg ist Spezialfall P=QP = Q, Trivialweg liefert null, Wegunabhängigkeit drückt es auf alle Schleifen durch).

Spannender ist die andere Richtung. Angenommen, alle geschlossenen Integrale verschwinden. Wir wollen daraus die Wegunabhängigkeit folgern.

!!
Hinweg + Rückweg = Schleife
W1,W2:PQ zwei beliebige WegeW:=W1+(W2) ist geschlossen0=Wvdr=W1vdrW2vdr    W1vdr=W2vdr\begin{aligned} W_1, W_2 &: P \to Q \text{ zwei beliebige Wege} \\ W &:= W_1 + (-W_2) \text{ ist geschlossen} \\ 0 = \oint_W \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} &= \int_{W_1}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} - \int_{W_2}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} \\ \Rightarrow\;\; \int_{W_1}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} &= \int_{W_2}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} \end{aligned}
Verkettung aus VI.7 Sec 4.2 zerlegt das Schleifenintegral in W1+W2\int_{W_1} + \int_{-W_2}, und Wegumkehr aus Sec 4.1 liefert W2=W2\int_{-W_2} = -\int_{W_2}.
Merke Beweis-Idee
Hinweg W1W_1 plus Rückweg W2-W_2 gleich Schleife WW. Schleife null erzwingt W1=W2\int_{W_1} = \int_{W_2}.

3.1 Definition Potentialfeld

Ein Skalarfeld f:DRf: D \to \mathbb{R} liefert über den Gradienten ein Vektorfeld. Aus VI.2 wissen wir, was das in Komponenten heisst:

!!
Gradient als Vektorfeld
v:=gradf=(fxfyfz)\mathbf{v} := \operatorname{grad} f = \begin{pmatrix} f_x \\ f_y \\ f_z \end{pmatrix}
fx=f/xf_x = \partial f/\partial x, etc. Das Vektorfeld v\mathbf{v} entsteht punktweise aus den drei partiellen Ableitungen von ff.

Definition Potentialfeld. Ein Vektorfeld der Form v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f mit D(v)=D(f)D(\mathbf{v}) = D(f) heisst Potentialfeld oder Gradientenfeld. Die Funktion ff heisst Potential von v\mathbf{v}.

In Worten: ein Potentialfeld ist ein Vektorfeld, das aus einem Skalarfeld via Gradient gewonnen wird. Statt drei Komponenten v1,v2,v3v_1, v_2, v_3 einzeln zu spezifizieren, reicht eine einzige skalare Funktion ff, und das Vektorfeld folgt durch Ableitung. Anschaulich: ff ist das ‚Höhenprofil', v\mathbf{v} zeigt überall in Richtung des steilsten Anstiegs.

Konkretes Beispiel aus der Physik. In der Mechanik ist die potentielle Energie f(x,y,z)=mghf(x, y, z) = mgh ein Höhenpotential, und ihr Gradient gradf\operatorname{grad} f liefert die Gravitationskraft. In der Elektrostatik ist das elektrische Potential φ(x,y,z)\varphi(x, y, z) ein Skalarfeld, und das elektrische Feld E=gradφ\mathbf{E} = -\operatorname{grad}\varphi folgt durch (negative) Differenzierung. Die Vorzeichen-Konvention unterscheidet sich je nach Disziplin, das Konstruktionsprinzip ist identisch.

Diese Konstruktion ist nicht selbstverständlich: nicht jedes Vektorfeld lässt sich als Gradient eines Skalarfelds schreiben. Welche Vektorfelder das überhaupt erlauben, ist das Hauptthema der Sections 3.2 bis 5: konservativ, wirbelfrei, einfach zusammenhängend sind die drei Stichworte.

Definition Potentialfeld
v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f mit Skalarfeld ff. Synonyme: Potentialfeld, Gradientenfeld.
Notation ff
Skalarfeld f:DRf: D \to \mathbb{R}, das Potential. NICHT zu verwechseln mit der Funktion ff in z=f(x,y)z = f(x,y) aus der Graph-Fläche-Konstruktion in VI.8 Sec 6.6 (anderer Kontext, gleicher Buchstabe).
Notation gradf\operatorname{grad} f vs f\nabla f
Manche Texte schreiben f\nabla f statt gradf\operatorname{grad} f. Identische Konvention; beide stehen für (fx,fy,fz)(f_x, f_y, f_z)^\top.
Notation D(v)=D(f)D(\mathbf{v}) = D(f)
Per Definition leben Potential ff und Vektorfeld v\mathbf{v} auf demselben Bereich. Diese Voraussetzung ist nicht trivial; sie wird in Section 4.4 wichtig (Löcher in DD).
Querverweis Verweise
→ VI.2 Gradient-Definition

3.2 Potentialfeld ⇒ konservativ

Sei v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f und WW ein Weg von PP nach QQ mit Parametrisierung r(t)\mathbf{r}(t), t[tP,tQ]t \in [t_P, t_Q]. Wir rechnen die Arbeit aus, schreiben das Skalarprodukt komponentenweise auf, und erkennen die Kettenregel für mehrere Variablen:

!!
Kettenregel-Argument
A=Wgradfdr=tPtQgradf(r(t))r˙(t)dt=tPtQ(fxx˙+fyy˙+fzz˙)dt=KettenregeltPtQddtf(r(t))dt=f(Q)f(P)\begin{aligned} A &= \int_W \operatorname{grad} f \cdot \mathrm{d}\mathbf{r} \\ &= \int_{t_P}^{t_Q} \operatorname{grad} f(\mathbf{r}(t)) \cdot \dot{\mathbf{r}}(t)\,\mathrm{d}t \\ &= \int_{t_P}^{t_Q} \bigl(f_x\dot{x} + f_y\dot{y} + f_z\dot{z}\bigr)\,\mathrm{d}t \\ &\stackrel{\text{Kettenregel}}{=} \int_{t_P}^{t_Q} \frac{\mathrm{d}}{\mathrm{d}t} f(\mathbf{r}(t))\,\mathrm{d}t \\ &= f(Q) - f(P) \end{aligned}
Kettenregel: ddtf(r(t))=fxx˙+fyy˙+fzz˙=gradfr˙\frac{\mathrm{d}}{\mathrm{d}t} f(\mathbf{r}(t)) = f_x\dot{x} + f_y\dot{y} + f_z\dot{z} = \operatorname{grad} f \cdot \dot{\mathbf{r}}. Letzte Zeile: Hauptsatz HSI.

Das Resultat hängt nur von Anfangs- und Endpunkt ab, nicht vom Weg dazwischen. Also ist gradf\operatorname{grad} f konservativ. Die zentrale Identität verdient einen eigenen Hauptmerker:

!!!
Arbeit in einem Potentialfeld
A=Wgradfdr=f(Q)f(P)A = \int_W \operatorname{grad} f \cdot \mathrm{d}\mathbf{r} = f(Q) - f(P)
Arbeit gleich Differenz der Potentialwerte an Endpunkten. Generalisierung des Hauptsatzes der Analysis I auf Wegintegrale.
Formel Hauptmerker
A=f(Q)f(P)A = f(Q) - f(P)
Merke Pattern wie HSI
Wegintegral des Gradienten gleich Differenz Potential an Endpunkten. 3D-Verallgemeinerung des Hauptsatzes der Analysis I.

3.3 Konservativ ⇒ Potentialfeld (Konstruktion)

Die Umkehrrichtung ist konstruktiv: wir bauen das Potential explizit aus dem Wegintegral. Sei v\mathbf{v} konservativ und wähle einen festen Referenzpunkt P0D(v)P_0 \in D(\mathbf{v}). Definiere für jeden Punkt QD(v)Q \in D(\mathbf{v}):

!!
Potential-Konstruktion
f(Q):=WP0Qvdrf(Q) := \int_{W_{P_0 \to Q}} \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r}
WP0QW_{P_0 \to Q} ein beliebiger Weg von P0P_0 nach QQ. Wegen Konservativität ist der Wert unabhängig von der Wahl von WW, daher ist f(Q)f(Q) wohldefiniert.

Zu zeigen: gradf=v\operatorname{grad} f = \mathbf{v}, also fx=v1f_x = v_1, fy=v2f_y = v_2, fz=v3f_z = v_3 punktweise.

Merke Konstruktion als Wegintegral
f(Q):=WP0Qvdrf(Q) := \int_{W_{P_0\to Q}}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r}. Konservativität sichert: Wert unabhängig von WW, also wohldefiniert.

3.4 Beweis-Skizze für fx=v1f_x = v_1

Wir zeigen die erste Komponente, die anderen zwei laufen analog. Setze Q=(x,y,z)Q = (x, y, z) und Q=(x+h,y,z)Q' = (x+h, y, z) mit kleinem h>0h > 0. Wähle als Weg LL von QQ nach QQ' das gerade Segment in xx-Richtung: L(t)=(t,y,z)L(t) = (t, y, z) mit t[x,x+h]t \in [x, x+h]. Tangente L˙=(1,0,0)\dot{L} = (1, 0, 0)^\top, also reduziert sich das Skalarprodukt: v(L(t))L˙=v1(t,y,z)\mathbf{v}(L(t)) \cdot \dot{L} = v_1(t, y, z).

!!
Limes-Berechnung der ersten Komponente
fx(x,y,z)=limh0f(x+h,y,z)f(x,y,z)h=Wegunabh.limh01hLvdr=limh01hxx+hv1(t,y,z)dt=MWSlimh0v1(t,y,z)=v1(x,y,z)\begin{aligned} f_x(x,y,z) &= \lim_{h \to 0}\frac{f(x+h,y,z) - f(x,y,z)}{h} \\ &\stackrel{\text{Wegunabh.}}{=} \lim_{h \to 0}\frac{1}{h}\int_L \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} \\ &= \lim_{h \to 0}\frac{1}{h}\int_x^{x+h} v_1(t,y,z)\,\mathrm{d}t \\ &\stackrel{\text{MWS}}{=} \lim_{h \to 0} v_1(t', y, z) = v_1(x,y,z) \end{aligned}
MWS = Mittelwertsatz der Integralrechnung: es gibt t(x,x+h)t' \in (x, x+h) mit dem Integral-Wert. Im Limes h0h \to 0 rückt txt' \to x, und Stetigkeit von v1v_1 liefert die letzte Identität.

Analog für fyf_y und fzf_z. Damit ist gradf=(v1,v2,v3)=v\operatorname{grad} f = (v_1, v_2, v_3)^\top = \mathbf{v}.

Merke Beweis-Schlüssel
Differenzenquotient von ff wird zu Wegintegral mit geradem Segment, dann MWS plus Stetigkeit von v1v_1. Limes liefert fx=v1f_x = v_1 am Punkt.

3.5 Eindeutigkeit bis auf Konstante

Das konstruierte Potential ff hängt von der Wahl des Referenzpunkts P0P_0 ab: ein anderes P1P_1 liefert ein anderes Potential gg. Beide unterscheiden sich aber nur um eine Konstante:

!!
Potentiale sind bis auf Konstante eindeutig
g(Q)=f(Q)+Cg(Q) = f(Q) + C
Mit C=WP1P0vdrC = \int_{W_{P_1 \to P_0}}\mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r}. Argument analog zu Sec 2.2: Verkettung der Wege P1P0QP_1 \to P_0 \to Q vs P1QP_1 \to Q direkt.

Lehre: Potentiale konservativer Vektorfelder sind nicht eindeutig, ihre Gradienten aber schon. In der Physik wird die Konstante typischerweise durch Wahl eines Bezugspotentials fixiert (Coulomb-Potential null im Unendlichen, Gravitations-Potential null am Erdboden, etc.). Mathematisch ist die Wahl beliebig.

Merke Bis auf Konstante
Zwei Potentiale unterscheiden sich nur um CC. Der Gradient ist eindeutig, das Potential nicht. Bezugswert via Konvention fixiert.

3.6 Hauptsatz

Sec 3.2 hat ‚Potentialfeld ⇒ konservativ' gezeigt, Sec 3.3 und 3.4 die Umkehrung ‚konservativ ⇒ Potentialfeld'. Beide Richtungen zusammen ergeben den Hauptsatz dieser Page:

!!!
Hauptsatz: konservativ und Potentialfeld sind dasselbe
v konservativ    v ist Potentialfeld\mathbf{v} \text{ konservativ} \iff \mathbf{v} \text{ ist Potentialfeld}
Drei äquivalente Aussagen: (a) Wegunabhängigkeit der Arbeit, (b) =0\oint = 0 auf jedem geschlossenen Weg, (c) v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f für ein Skalarfeld ff.
Merke Drei äquivalente Aussagen
(a) Wegunabhängigkeit. (b) =0\oint = 0 auf Schleifen. (c) v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f. Alle drei meinen dasselbe.
Notation Drei Synonyme
Konservativ betont die physikalische Energie-Erhaltung. Potentialfeld betont das Skalar-Potential ff. Gradientenfeld betont den Konstruktions-Schritt grad\operatorname{grad}. Inhaltlich identisch.

4.1 Identität rot grad = 0

Sei v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f ein Potentialfeld. Was ist die Rotation davon? Wir setzen die Komponenten ein und nutzen das Schwarz-Lemma (Vertauschbarkeit zweiter partieller Ableitungen).

!!
Identität rot grad gleich null
rot(gradf)=×(fx,fy,fz)=(fzyfyzfxzfzxfyxfxy)=Schwarz0\begin{aligned} \operatorname{rot}(\operatorname{grad} f) &= \nabla \times (f_x, f_y, f_z)^\top \\ &= \begin{pmatrix} f_{zy} - f_{yz} \\ f_{xz} - f_{zx} \\ f_{yx} - f_{xy} \end{pmatrix} \\ &\stackrel{\text{Schwarz}}{=} \mathbf{0} \end{aligned}
Schwarz-Lemma: für stetig differenzierbare ff ist fzy=fyzf_{zy} = f_{yz}, etc. Daher kollabieren alle drei Komponenten der Rotation zu null.
Formel Identität
rotgradf=0\operatorname{rot}\operatorname{grad} f = \mathbf{0}
Merke Schwarz-Lemma
Vertauschbarkeit zweiter partieller Ableitungen für stetig differenzierbare Funktionen.

4.2 Folgerung: Potentialfeld ⇒ wirbelfrei

Aus 4.1 folgt unmittelbar:

!!
Potentialfeld impliziert wirbelfrei
v=gradf    rotv0\mathbf{v} = \operatorname{grad} f \;\Rightarrow\; \operatorname{rot}\mathbf{v} \equiv \mathbf{0}
Pfeil nur in eine Richtung. Die Umkehrung ist topologie-abhängig (siehe 4.3 und Section 5).

Anwendung als Test: wenn du rotv0\operatorname{rot}\mathbf{v} \neq \mathbf{0} an irgendeinem Punkt findest, kann v\mathbf{v} KEIN Potentialfeld sein und ist auch NICHT konservativ. Eine sehr billige Vorab-Prüfung mit drei partiellen Ableitungen, drei Differenzen, fertig. Sie ersetzt nichts (du musst danach noch konstruieren), aber sie schliesst Vektorfelder schnell aus.

Merke Test gegen Potential
rotv0\operatorname{rot}\mathbf{v} \neq \mathbf{0} irgendwo: definitiv kein Potentialfeld. Notwendige Bedingung.

4.3 Umkehrschluss-Frage

Ist jedes wirbelfreie Vektorfeld auch ein Potentialfeld? Direkter Beweisversuch via Stokes.

Sei rotv0\operatorname{rot}\mathbf{v} \equiv \mathbf{0} und WW ein geschlossener Weg in D(v)D(\mathbf{v}). Falls WW der Rand einer Fläche SD(v)S \subset D(\mathbf{v}) ist:

!!
Stokes-Argument
Wvdr=StokesSrotvndO=0\oint_W \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} \stackrel{\text{Stokes}}{=} \iint_S \operatorname{rot}\mathbf{v}\cdot\mathbf{n}\,\mathrm{d}O = 0
Stokes verlangt W=SW = \partial S für eine Fläche SD(v)S \subset D(\mathbf{v}). Wirbelfreiheit macht den Integranden auf der rechten Seite null.

Damit ist =0\oint = 0 für diese Schleife, und nach Section 2 wäre v\mathbf{v} konservativ, also Potentialfeld. Aber: der Beweis verlangt, dass jeder geschlossene Weg in D(v)D(\mathbf{v}) Rand einer Fläche in D(v)D(\mathbf{v}) ist. Das ist eine topologische Bedingung an DD, die nicht für alle Definitionsbereiche gilt.

Merke Stokes braucht W=SW = \partial S
Argument funktioniert nur, wenn jede Schleife in DD eine Fläche in DD als Rand hat. Topologische Voraussetzung.
Querverweis Verweise
→ VI.8 Satz von Stokes

4.4 Was schiefgeht: Löcher im Definitionsbereich

Wenn D(v)D(\mathbf{v}) ein Loch hat (ein Punkt oder eine Linie, die fehlt), gibt es geschlossene Wege WW, die das Loch umschliessen. Für solche Wege gibt es keine Fläche in D(v)D(\mathbf{v}), deren Rand WW ist. Stokes ist nicht anwendbar, und 0\oint \neq 0 ist möglich, obwohl rotv0\operatorname{rot}\mathbf{v} \equiv \mathbf{0} überall in D(v)D(\mathbf{v}) gilt.

Klassisches Gegenbeispiel. Das Magnetfeld B\mathbf{B} eines geraden Stromleiters auf der zz-Achse erfüllt rotB=0\operatorname{rot}\mathbf{B} = \mathbf{0} auf D(B)=R3{z-Achse}D(\mathbf{B}) = \mathbb{R}^3 \setminus \{z\text{-Achse}\}. Aber für einen Kreisweg um die zz-Achse ist Bdr=4πJ0\oint \mathbf{B}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r} = 4\pi J \neq 0 (siehe VI.7 Sec 6.4). Das Magnetfeld ist also wirbelfrei, aber NICHT konservativ und kein Potentialfeld auf seinem Definitionsbereich.

Merke Umkehrschluss braucht Topologie
Wirbelfrei plus ‚schöne' Topologie ergibt Potentialfeld. Ohne Topologie-Voraussetzung nur notwendig, nicht hinreichend.

5.1 Definition einfach zusammenhängend

Die topologische Bedingung, die der Stokes-Beweis aus 4.3 braucht, hat einen eigenen Namen.

Definition. Ein Gebiet DR3D \subset \mathbb{R}^3 heisst einfach zusammenhängend (kurz EZH), wenn sich jeder geschlossene Weg in DD stetig auf einen Punkt zusammenziehen lässt, ohne dass DD verlassen werden muss.

Definition Einfach zusammenhängend
Gebiet DD, in dem sich jede Schleife stetig auf einen Punkt zusammenziehen lässt, ohne DD zu verlassen.
Notation EZH
Abkürzung ‚einfach zusammenhängend'. Englisch ‚simply connected'. Wir nutzen die deutsche Abkürzung EZH durchgehend.

5.2 Anschauliches Bild: Gummiband und Pfähle

Stell dir die Wege in DD als elastische Gummibänder vor. Kannst du jedes Gummiband zu einem Punkt zusammenziehen, ohne über die Grenzen von DD zu rutschen? Dann ist DD einfach zusammenhängend.

Falls nicht (zum Beispiel weil ein Pfahl mitten in DD steht, an dem das Gummiband hängenbleibt), ist DD NICHT einfach zusammenhängend. Der Pfahl ist hier Bild für ‚fehlender Punkt' (in 2D) oder ‚fehlende Linie' (in 3D), die das Zusammenziehen blockiert.

Prüfungstipp Pfähle-Bild
Gummibänder zusammenziehen: Pfähle (fehlende Punkte/Linien) blockieren. Kein Pfahl = EZH.

5.3 Beispiele

Sieben Standard-Gebiete und ob sie einfach zusammenhängend sind. Lies die Tabelle Zeile für Zeile durch und versuche die Anschauung pro Gebiet im Kopf zu durchspielen.

Gebiet EZH? Anschauung
R2\mathbb{R}^2 ganz Ja keine Hindernisse
R2{0}\mathbb{R}^2 \setminus \{0\} Nein Pfahl im Ursprung
R3\mathbb{R}^3 ganz Ja keine Hindernisse
R3{0}\mathbb{R}^3 \setminus \{0\} Ja Punkt umgehbar in 3D
R3{z-Achse}\mathbb{R}^3 \setminus \{z\text{-Achse}\} Nein Linie blockt Schleifen
Kugel und Inneres Ja konvex
Torus und Inneres Nein Henkel hält Schleife
EZH oder nicht? Sieben Standard-Gebiete
Merke Faustregeln
Rn\mathbb{R}^n ganz: EZH. Konvexe Gebiete: EZH. Punkt-Loch in 2D: nicht EZH. Linien-Loch in 3D: nicht EZH. Punkt-Loch in 3D: doch EZH.

5.4 Faszinierender Unterschied: 2D vs 3D

Schau noch einmal auf Zeile 2 und Zeile 4 der Tabelle aus 5.3. R2{0}\mathbb{R}^2 \setminus \{0\} ist NICHT einfach zusammenhängend (eine Schleife um den Ursprung lässt sich nicht zusammenziehen, ohne über die Lücke zu rutschen). Aber R3{0}\mathbb{R}^3 \setminus \{0\} IST einfach zusammenhängend.

Der Unterschied: in 3D kannst du eine Schleife um den fehlenden Punkt einfach nach oben oder unten heben, über den fehlenden Punkt hinweg, und sie dann zusammenziehen. In 2D geht das nicht, weil keine dritte Dimension zum Ausweichen da ist.

Merke 2D vs 3D Asymmetrie
R2{0}\mathbb{R}^2 \setminus \{0\}: nicht EZH. R3{0}\mathbb{R}^3 \setminus \{0\}: EZH. Der Punkt-Pfahl wird in 3D durch Heben über ihn hinweg umgangen.

5.5 Hinreichend-Satz

Mit dem EZH-Begriff können wir den Hinreichend-Satz aus Sec 4.3 sauber formulieren:

!!!
Hinreichend-Satz für Potentialfelder
v wirbelfrei und D(v) EZH    v ist Potentialfeld\mathbf{v} \text{ wirbelfrei und } D(\mathbf{v}) \text{ EZH} \;\Rightarrow\; \mathbf{v} \text{ ist Potentialfeld}
Beide Voraussetzungen nötig. Wirbelfreiheit allein genügt nicht (Magnetfeld-Gegenbeispiel). EZH-Eigenschaft allein genügt auch nicht (rot ungleich null bleibt rot ungleich null).

Beweis-Idee: wegen einfacher Zusammenhängbarkeit ist jeder geschlossene Weg WD(v)W \subset D(\mathbf{v}) Rand einer Fläche SD(v)S \subset D(\mathbf{v}) (das ist die topologische Konsequenz von EZH, formal nicht ganz trivial, aber anschaulich klar). Stokes liefert dann W=Srot=0\oint_W = \iint_S \operatorname{rot} = 0. Nach Section 2 ist v\mathbf{v} konservativ und damit nach Section 3 ein Potentialfeld.

Formel Hinreichend-Satz
wirbelfrei+EZHPotentialfeld\text{wirbelfrei} + \text{EZH} \Rightarrow \text{Potentialfeld}

5.6 Achtung: hinreichend, nicht notwendig

Es gibt Potentialfelder mit nicht-EZH Definitionsbereich, die der Satz nicht aufgreift. Das ist der Witz: EZH ist eine bequeme Hinreichend-Bedingung, aber kein Muss.

Wenn D(v)D(\mathbf{v}) Löcher hat, kann v\mathbf{v} trotzdem konservativ sein, nur müsste man das anders nachweisen, zum Beispiel ein Potential explizit konstruieren und zeigen, dass es für alle Wege funktioniert. In der Praxis passiert das selten; meistens fragst du dich nur ‚EZH ja oder nein', und EZH liefert dir die schnelle Antwort.

Prüfungstipp Hinreichend genügt meist
EZH-Test ist die übliche Klausur-Prüfung. Falls EZH verletzt: direktes Potential konstruieren (Methode A oder B aus Sec 6.3) und prüfen.

6.1 Drei-Test-Schema

Bei jeder Frage ‚ist v\mathbf{v} ein Potentialfeld?' läufst du drei Tests in dieser Reihenfolge. Das Schema fasst die ganze Page in einer Tabelle zusammen.

Schritt Test Resultat
1 rotv=0\operatorname{rot}\mathbf{v} = \mathbf{0}? Ja: weiter zu 2. Nein: KEIN Potentialfeld.
2 D(v)D(\mathbf{v}) EZH? Ja: Potentialfeld, ff konstruieren. Nein: weiter zu 3.
3 ff direkt konstruieren Erfolg: Potentialfeld. Sonst: nicht konservativ.
Drei-Test-Schema für Potentialfelder

Lesart der Tabelle: Schritt 1 ist der billige Vorab-Test. Schritt 2 entscheidet, ob die Topologie schon ein Potentialfeld garantiert. Nur wenn Schritt 2 fehlschlägt, brauchst du den manuellen Konstruktions-Versuch in Schritt 3.

Merke Reihenfolge
Erst rot, dann Topologie, dann Konstruktion. Spart in 90% der Fälle die letzte Stufe.

6.2 Integrabilitätsbedingung in 3D

Die Bedingung rotv=0\operatorname{rot}\mathbf{v} = \mathbf{0} schreibt sich komponentenweise als drei Gleichungen, oft Integrabilitätsbedingung genannt. Für v=(φ,ψ,χ)\mathbf{v} = (\varphi, \psi, \chi)^\top:

!!
Integrabilitätsbedingung
φy=ψxφz=χxψz=χy\begin{aligned} \varphi_y &= \psi_x \\ \varphi_z &= \chi_x \\ \psi_z &= \chi_y \end{aligned}
Drei Vertauschbarkeits-Gleichungen für die Komponenten. Sind alle erfüllt UND D(v)D(\mathbf{v}) ist EZH: Potential ff existiert mit fx=φf_x = \varphi, fy=ψf_y = \psi, fz=χf_z = \chi.

In Worten: die drei Komponenten von v\mathbf{v} müssen ‚zusammenpassen' im Sinne der Vertauschbarkeit zweiter Ableitungen. Das ist genau die Aussage rotv=0\operatorname{rot}\mathbf{v} = \mathbf{0} in Komponentenform.

Formel Integrabilität
φy=ψx,  φz=χx,  ψz=χy\varphi_y = \psi_x,\; \varphi_z = \chi_x,\; \psi_z = \chi_y

6.3 Zwei Konstruktions-Methoden für ff

Hat man festgestellt, dass v\mathbf{v} ein Potentialfeld ist, gibt es zwei Standard-Wege, ff explizit zu finden.

Methode A (sukzessive Antiderivierung). Integriere v1=fxv_1 = f_x nach xx, mit yy und zz als Konstanten: f(x,y,z)=v1dx+g(y,z)f(x,y,z) = \int v_1\,\mathrm{d}x + g(y,z). Bestimme die Integrationsfunktion g(y,z)g(y,z) aus der zweiten Bedingung v2=fyv_2 = f_y, dann den Rest aus v3=fzv_3 = f_z. Rein algebraisch, ohne Wegintegral.

Methode B (Wegintegral nach Section 3.3). Wähle einen festen Referenzpunkt P0P_0 (oft den Ursprung) und einen einfachen Weg von P0P_0 nach (x,y,z)(x, y, z). Setze f(x,y,z):=Wvdrf(x,y,z) := \int_W \mathbf{v}\cdot\mathrm{d}\mathbf{r}. Funktioniert immer, ist aber meist umständlicher als Methode A.

Merke Methode A vs B
A: integriere komponentenweise und bestimme Integrationsfunktion. B: Wegintegral mit Achsen-Pfad. A ist meistens schneller.

6.4 Standard-Beispiele aus der Physik

Drei prominente Potentialfelder, die du auswendig kennen solltest. Konkrete Walkthroughs liefern die Animationen, hier nur die Resultate als Spickzettel.

Feld Form v\mathbf{v} Potential ff
Homogenes Feld a\mathbf{a} konstant ar\mathbf{a}\cdot\mathbf{r}
Coulomb / Gravitation Cr/r3C\,\mathbf{r}/r^3 C/r-C/r
Harmonischer Oszillator kr-k\,\mathbf{r} kr2/2-k|\mathbf{r}|^2/2
Drei klassische Potentialfelder
Merke Drei zum Auswendiglernen
Homogen: ar\mathbf{a}\cdot\mathbf{r}. Coulomb: C/r-C/r. Oszillator: kr2/2-k|\mathbf{r}|^2/2. Gradient bilden zur Verifikation.

7.1 Strategien-Liste

Zum Abschluss der Vektoranalysis-Reihe: die fünf Strategien für Aufgaben mit Potentialfeldern. Wenn du diese Reihenfolge einhältst, kommst du in den meisten Fällen in einer halben Seite zur Lösung.

(1) Rotation zuerst. rotv=0\operatorname{rot}\mathbf{v} = \mathbf{0} ist die billigste Vorab-Prüfung. Drei partielle Ableitungen, drei Differenzen. Wenn nicht null: definitiv kein Potentialfeld, fertig.

(2) Definitionsbereich prüfen. Ist D(v)D(\mathbf{v}) ganz R3\mathbb{R}^3? Oder R3\mathbb{R}^3 ohne einen Punkt (Coulomb-artig)? Beide Fälle sind EZH, also genügt schon Schritt 1. Ist D(v)D(\mathbf{v}) aber R3\mathbb{R}^3 ohne eine Linie (Magnet-Stromleiter), R3\mathbb{R}^3 mit einem Torus-Loch, oder R2\mathbb{R}^2 ohne einen Punkt: Vorsicht, EZH ist verletzt.

(3) Potential konstruieren mit Methode A. Wenn EZH erfüllt ist: wähle eine Komponente, integriere, schau auf die nächste Komponente, korrigiere. Iteratives Verfahren in drei Schritten für 3D, in zwei Schritten für 2D.

(4) Methode B als Fallback. Falls Methode A frustrierend wird (komplizierte Funktionsformen): nimm das Wegintegral mit einem geraden Weg vom Ursprung nach (x,y,z)(x, y, z), oft entlang der Koordinaten-Achsen.

(5) Potentialfeld → Arbeit als Differenz. Sobald du das Potential hast, ist jedes Arbeitsintegral ein Einzeiler: A=f(Q)f(P)A = f(Q) - f(P). Spart oft die mühsame Wegparametrisierung aus VI.7.

Merke Reihenfolge
(1) Rotation. (2) Topologie. (3) Methode A. (4) Methode B. (5) Arbeit als Differenz.
Prüfungstipp Klausur-Mantra
Rotation, Topologie, Konstruktion. Drei Worte für jede Frage zu Potentialfeldern.
Notation Mathe vs Physik Vorzeichen
Mathematik: v=gradf\mathbf{v} = \operatorname{grad} f ohne Vorzeichen. Physik: F=gradφ\mathbf{F} = -\operatorname{grad}\varphi (mit Minus), damit Teilchen ‚bergab' laufen. Inhaltlich identisch, Konvention.
Querverweis Verweise
→ VI.9 Faraday-Maxwell

Aufgaben mit Musterlösungen

Übungsaufgaben werden in Kürze ergänzt.

Die Aufgaben für dieses Kapitel werden in einer zukünftigen Version ergänzt.

MerkeErst selbst rechnen, dann Lösung prüfen!